Zum Kirchort Weildorf gehören Weildorf sowie Leustetten mit einer Kapelle und Altenbeuren mit einer Kapelle.
Vor 1806 gehörten auch Bächen mit einem Frauenkloster, Lampach, Finkenhausen, Schappuch und Steinenberg, das Dorf Beuren, der Haslacherhof, der Hof Schwandorf, der Hof Sennberg oder Semperg, das Söldnerhaus Trillenbühl, der Weiler Stefansfeld, die Sägmühle, das Posthaus zu Salem und die Klause Egg bei Heiligenberg zur Pfarrei Weildorf.
Heute hat der Kirchort 926 Katholiken. Am 2. Sonntag im November feiert die Pfarrgemeinde ihr traditionelles Martinifest.
Kirche St. Peter und Paul (Patrozinium: 29. Juni – Peter und Paul)
Erstmals 849 wird ein Weildorfer Gotteshaus in einer Urkunde des Klosters St. Gallen erwähnt, das wahrscheinlich dem hl. Martin geweiht war. Von dieser Kirche ist allerdings nichts mehr erhalten. In der heutigen Kirche ist das bedeutendste Kunstwerk der Kreuzweg, eines der größten Meisterwerke von Josef Anton Feuchtmayer. Eine weitere Kostbarkeit ist die Orgel. Sie wurde 1855 von den Orgelbauern Eduard Hieber in Engen und Johann Schuhmacher gefertigt. Orgeln dieser Zeit mit originaler Winderzeugung sind – gerade im Westen Deutschlands – praktisch nicht mehr erhalten.
Kapelle St. Stephan in Leustetten ( Patrozinium: 26. Dezember – Stephanus)
Seit alters her gehört Leustetten als Filiale zur Pfarrei Weildorf. Sie wurde in der Barockzeit in die heutige Form gebracht, dürfte aber sicherlich mittelalterlichen Ursprungs sein. Das Innere präsentiert sich als heller, freundlicher Barockraum.
Kapelle St. Antonius in Altenbeuren (Patrozinium: 17. Januar – Antonius der Einsiedler)
Altenbeuren ist in einer Urkunde aus dem Jahre 783 erstmals erwähnt. Das dem hl. Einsiedler Antonius geweihte Gotteshaus wurde vor 1500 als Wallfahrtskapelle gebaut. Bemerkenswert und nahezu einmalig ist die in Braun-, Grün- und Goldtönen gehaltene Schablonenmalerei an den Wänden.

